Gemeinde Tenniken (BL): Versetzung Ameisenhaufen

Die Waldameisen sind in der Schweiz per Natur- und Heimatschutzgesetz seit 1966 geschützt. Das heisst, die Tiere dürfen nicht ohne offizielle Genehmigung gesammelt und Ameisenhügel dürfen nicht zerstört werden. Dieser Beschluss beruhte seiner Zeit auf der Absicht, die Waldameisen als Hilfe der Förster im Kampf gegen Schadinsekten zu benutzen.

Grundsätzlich werden Ameisennester nur im Notfall versetzt, da die Chancen für eine erfolgreiche Umsiedlung begrenzt sind. Ist ein Nest wirklich bedroht, lohnt sich aber eine Versetzung in Betracht zu ziehen. nateco leitet seit drei Jahren das Projekt Ameisenzeit und hat sich durch dieses Projekt das Wissen für die Versetzung von Ameisenhaufen angeeignet. Angeleitet von Max Fischer (ehemaliger Ameisenschutzbeauftragter Kanton Basel-Land) haben wir im Sommer 2015 ein Nest der Wiesen-Waldameise versetzt. In diesem Fall wurde ein Bauunternehmen durch die Nestmarkierung vom Projekt Ameisenzeit auf das Wiesen-Waldameisennest aufmerksam. Das Nest wäre durch die Bauarbeiten zerstört worden. Ob die Umsiedlung erfolgreich war, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Für den Fortbestand des Waldameisenvolks ist es wichtig, dass auch die Königin umgesiedelt werden konnte.

 

Kundennutzen:

  • Beratung für den rechtlich korrekten Umgang mit der geschützten Waldameisen
  • Lösungsvorschläge und Aufzeigen von Varianten im Umgang mit Waldameisen
     

region

Auftraggeber:
ArchiTeam Design AG, Liestal

Ziel / Nutzen:
Beratung für den rechtlich korrekten Umgang mit der geschützten Waldameise / Lösungsvorschläge und Aufzeigen von Varianten im Umgang mit Waldameisen

Jahr:
2015